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Nachbarschaftlich Wohnen in Dormagen eG
Nachbarschaftlich Wohnen in Dormagen eG

Häufige Fragen

Aller Anfang ist schwer, das wissen wir. Aber andere Gruppen haben es auch geschafft. Das Schöne: Wir können von den Erfahrungen der anderen lernen. Hier die am häufigsten gestellten Fragen rund um das Thema Baugemeinschaften.

 

Was ist das Besondere an nachbarschaftlichem Wohnen?

 

Durch die Verbundenheit mit anderen Menschen geht vieles leichter. Wir kennen das von unserem Freundeskreis, unserer Familie, unserer jetzigen Nachbarschaft. Vertrauen bringt Sicherheit. Menschen, die zusammen ihr neues Domizil planen, bauen und beziehen, lernen sich während dieser Phase besonders gut kennen und schätzen. Das erleichtert das künftige Zusammenleben, ist eine gute Basis für gemeinsame Aktionen und ein freundschaftliches Miteinander.
Das Besondere am nachbarschaftlichen Wohnen ist für uns, dass wir uns gut kennen, zusammen gewachsen sind und gemeinsam durch dick und dünn gehen möchten.

 

Mehrere Generationen unter einem Dach - ist das nicht schwierig?

 

Es kommt darauf an, wie die Menschen ticken. Es ist sicher Toleranz gefordert und die Bereitschaft, aufeinander zuzugehen. Nach einem Streit sollte kein Groll mehr herrschen und weiterhin die Bereitschaft für Nähe da sein. Das A und O wird sein, miteinander zu sprechen und nicht alles zu schlucken, sich schlecht oder überlegen zu fühlen.
Unser Ziel ist es ja gerade, sich nicht auseinander zu leben, sondern füreinander da zu sein. Selbstverständlich mit dem persönlichen Maß an Nähe und Distanz.

Wie unser gemeinsamer Alltag aussehen wird, wissen wir noch nicht. Die Umsetzung bleibt spannend und wir freuen uns über vielfältige Ideen. Entscheidend für uns ist, dass wir offen für die Vielfalt an Menschen sind und bleiben - und täglich leben.

 

Wofür ein Mehrgenerationenhaus?

 

Wir haben uns aus unterschiedlichen Gründen dafür entschlossen. Manche möchten mehr Nähe zu ihren Nachbarn als das in einer "normalen" Nachbarschaft oft möglich oder gewünscht ist. Andere versprechen sich davon, auch im Alter vital durch den Austausch mit jungen Menschen zu bleiben. Und junge Menschen erhoffen sich Unterstützung im oft stressigen Alltag: gemeinsamer Einkauf, Car-Sharing, Kinder groß ziehen etc.

Menschen, die aufgrund von Krankheit oder Alter Unterstützung brauchen, profitieren davon genauso wie Menschen, die eine helfende Hand gebrauchen können. Vielleicht braucht Nachbarin X, 83 Jahre, Unterstützung beim "Wasserkistenschleppen" und Nachbar Y eine Hilfe bei der Aufhängung einer Lampe. Oder Lotte von neben an fragt Carsten: "Kannst Du heute meinen Sohn von der Schule abholen? Ich schaff es nicht, da ich unbedingt nach meiner Mutter sehen muss, die Unterstützung braucht."

 

Wieso habt Ihr euch für eine Genossenschaft entschieden?
 

Weil wir glauben, dass diese Rechts- und Organisationsform unserem Ziel von nachbarschaftlichem Wohnen am nächsten kommt. Hier steht die Gemeinschaft im Vordergrund. Hier baut nicht eine Gruppe für jedes Mitglied eine Eigentumswohnung, sondern gemeinsam ein Haus, das allen gemeinsam gehört. Das ist ein wichtiger Unterschied. Jeder ist Eigentümer*in und Mieter*in des Hauses zugleich, jeder hat die gleichen Rechte – und Pflichten. Und: hier können auch Menschen mitmachen, die es sich nicht leisten können, den Kauf einer Wohnung zu finanzieren.

Die immer zahlreicher werdenden Baugenossenschaften haben gezeigt, dass dieses Modell funktioniert und zur Lebensqualität der Bewohner*innen beiträgt. Die Menschen fühlen sich in ihren Quartieren wohl, in denen nachbarschaftliche Unterstützung zum Alltag gehört – in denen sich die Menschen kennen und für einander interessieren, soziales Engagement für Alt und Jung selbstverständlich ist und ein buntes Miteinander entstehen kann.

 

Wie funktioniert eine Genossenschaft?
 
Jedes Mitglied muss eine Einlage zahlen und eine Miete, jeweils abhängig von der gewünschten Wohnungsgröße. Mit dieser Finanzierung können wir uns unsere Idee vom Mehrgenerationen-Wohnen erst leisten. Davon bezahlen wir die Zinsen und die Tilgung der Kredite, die wir uns zum Bau unsers Hauses von den Banken geliehen haben. Wir schaffen so ein gemeinsames Eigentum – kein individuelles – und sorgen dafür, dass unsere Wohnidee nachhaltig ist und viele Generationen überdauern wird. Unser Ziel ist eine konstante oder sogar fallende Miete. Vorausgesetzt: die Kosten für die Instandhaltung fressen die "Gewinne" nicht wieder auf.

 

Wie findet Ihr passende Mitglieder?
 
Vor allem durch Öffentlichkeitsarbeit (Anzeigen, Veranstaltungen, Presseartikel) und Empfehlungen von Menschen, die unsere Idee kennengelernt haben.
In der Zeitung laden wir zu regelmäßigen Infotreffen ein und klären dort die wichtigsten Fragen. Bei ernsthaftem Interesse sprechen wir dann Einladungen zu unseren regelmäßigen Treffen aus. Da ist Zeit, sich gegenseitig kennenzulernen und ein Gefühl dafür zu bekommen, ob man zusammen passt.

 

Was waren die größten Hürden bei der Umsetzung unserer Idee?
 
Die größte Hürde war es, ein Grundstück zu finden und die Finanzierung auf die Beine zu stellen.  Dafür braucht man Ausdauer und muss bereit sein, Kompromisse einzugehen.
Es war für uns sehr hilfreich, uns Unterstützung von externen Berater*innen zu holen. Inzwischen stehen wir auf so festen Beinen, dass wir "alleine" gehen können. Trotzdem: Sollte es Schwierigkeiten geben, werden wir uns wieder Unterstützung holen.

 

Gibt es Architekt*innen, die sich auf gemeinschaftliche Bauprojekte spezialisiert haben?
 
Die Zahl der Architekturbüros, die Erfahrungen mit Baugemeinschaften besitzen, nimmt stetig zu. Wir haben uns mit mehreren beschäftigt und uns für das Aachener Büro "Alte Windkunst" entschieden, die unter anderem auch Amaryllis und die Villa Emma in Bonn-Beuel gebaut haben. Sie konstruieren nicht etwas für uns, sondern mit uns und begleiten den Prozess kontinuierlich.    

 

Was ist bei der Finanzierung zu beachten?
 
Der erste Schritt auf dem Weg zur Finanzierung eines Wohnprojektes ist die Aufstellung eines Finanzplans. Er muss banküblichen Finanzierungsbedingungen genügen. Inzwischen gibt es auch Banken, die gute Erfahrungen mit Bauprojekten unsere Art gemacht haben. Wir haben nach gründlicher Recherche für die GLS Bank als Finanzpartner entschieden.
Der zweite Schritt ist die Klärung der finanziellen Möglichkeit jedes einzelnen Mitglieds. Sollte das private Kapital für die Finanzierung der Genossenschaftsanteile nicht reichen, sollte man das Gespräch mit unseren Finanzexperten suchen, die gute Tipps haben.

 

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